Lexikon der Runen, Symbolsprache, Symbole und Zeichenkunde

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Runen

Runenbuch

Runenlexikon

Zeichen und Symbole sind das Gerüst der heutigen Schrift- und Zahlensprache – aber auch Ausdruck einer tief in uns verwurzelten Ursprache, die über die Jahrtausende erhalten blieb. Der Autor entführt in die geheime Welt der Symbolkunde und erläutert die Grundlagen und die Hintergründe derselben.

Hier geht es um Symbolkunde, Zeichenkunde, Schriftzeichen, Ornamente, Ornamentik, Mythologie, Rune, Runen, Zeichensprache, Grundzeichen, Oftzeichen, Mythe, Mythen, Okkultismus, Symbole, Stabzahlen, Runenschrift

Namenkunde

Warum gerade dieses Buch?
Das besondere an diesem Buch ist, daß einzig die Natur als vorbehaltlose Wahrheitsquelle akzeptiert wurde. Das entspricht dem Grundverständnis des Autors von Naturreligion. Aus diesem Grund bleiben alle historischen Überlieferungen und die daraus geschlußfolgerten Runenbedeutungen vom Autor (zunächst) unbeachtet, da sie nicht vorbehaltlos als richtig und unverfälscht angesehen werden können. Sie bleiben selbst dann zweitrangig, wenn sie mit den Forschungsergebnissen des Autors übereinstimmen. Der Autor verwendet stattdessen die uns umgebende Natürlichkeit als Beweis und Zeugnis für die jeweilige Richtigkeit der Symbolbedeutung. Durch diese Vorgehensweise erhält der Leser eine Sinnzeichenentschlüsselung, die er theoretisch und praktisch nachvollziehen kann.

Denn genau hier liegt der entscheidende Punkt: Historisch und kulturhistorisch orientierte Sinnzeichenerforschung begründet ihr Wissen mit den angeblichen Erkenntnissen über frühere Generationen, mit der Überlieferung durch Runensteine, Felsenmalereien, Papyrusrollen und Inschriften. Dabei bleibt zumeist unbeachtet, daß auch diese Überlieferungen (vorausgesetzt, sie sind überhaupt authentisch) den Umständen und menschlichen Dogmen der jeweiligen Zeit unterlegen haben könnten. Das gilt insbesondere für die Überlieferung heidnischen Kulturgutes aus den christianisierten Epochen, insbesondere der Eddas.

Natürlich ist nicht jede Überlieferung automatisch falsch, sondern enthält Wahrheit zu einem unterschiedlichen Prozentsatz. Es gibt erfundene Geschichten, halbwahre Überlieferungen, persönlich subjektive Zeugnisse, dazugedichtetes und weggelassenes, kollektive Irrtümer – und schließlich ein paar wenige tatsächliche Wahrheiten. Für uns heutige Menschen ist es (fast) unmöglich geworden, die korrekten Schlüsse zu ziehen, falls wir keine zuverlässige Instanz besitzen, die uns durch dieses Wirrwarr an Wissen, Halbwissen und Unwissen leitet. Sozusagen als Lotse, welcher die Klippen der Irrtümer und Lügen zuverlässig umschifft.

Diese Instanz kann aber nur die Natur selbst sein, vor deren Kontrollstand sich jede Wahrheit auf ihre Nachhaltigkeit überprüfen lassen muß.

Dem naturspiritualistischen Verständnis des Autors liegt dabei zugrunde, daß die ursprünglichen (und archetypischen) Sinnzeichen nur von Menschen benutzt, aber nicht von Menschen erfunden wurden. Er geht davon aus, daß sich natürliche und frei vorkommende energetische Strukturen (Gegebenheiten) auch durch die entsprechenden natürlichen Ebenbilder ausdrücken, sich hierdurch zeigen und auf diese Weise für uns zu entdecken sind. Diese Aussage soll durch ein nachfolgendes Beispiel verdeutlicht werden. Eine Wasserlache wird sich immer in einer Vertiefung (= Ú) ansammeln – aber niemals direkt auf einer Bergspitze (= Ù). Ú oder Ù bilden in diesem Sinne also unterschiedliche energetische Symbolmuster. In diesen wirken die Kräfte verschiedenartig bzw. es werden unterschiedliche natürliche Gegebenheiten versinnbildlicht. Wenn der Mensch diesen Umstand (Senke, fruchtbares Tal, Wasseransammlungsstelle) nun bildlich darstellen will, bedient er sich dieser naturgegebenen Ebenbilder. Auf jeden Fall ist eine solche Sinnbildbenutzung (Sinnbildanleihe) ein Pflichtfall der Naturreligion, da nur ein solcher Bildergebrauch dem Eigenverständnis der selbigen entspricht. Ein naturbewußter und in Übereinstimmung mit den natürlichen Gegebenheiten lebender Mensch kopiert also diese natürlichen Ebenbilder und symbolisiert mit ihnen die zeichnerische Verkörperung der Naturgesetze und den damit verbundenen jeweiligen Energiefluß.

Kurz: Man verwendet keine frei erfundenen oder frei konstruierten Zeichen, sondern das natürliche Symbol und Ebenbild, um den symbolenergetischen Kraftfluß zu gewährleisten. Ob durch das so entstandene Sinnbild nun tatsächlich spirituelle, naturenergetische oder magische Kräfte auf uns wirken oder ob sie nur als reine „Gemälde" betrachtet werden sollten, ist hingegen eine Glaubens- oder Erfahrungssache. Wenn jedoch jemand davon ausgeht, daß auch eine zeichnerische Darstellung und Abbildung einen Kraft- und Energiefluß aufweist und ausstrahlt (und das tut der Autor), wird er ebenfalls und selbstverständlich diese naturbezogene Symbolsprache verwenden und keine willkürlichen und künstlich erdachten (bezugslosen) Zeichen.

Der zu diesem Thema vorhandene Buchmarkt ist mit esoterischer Runenliteratur aller Art überschwemmt. Die Vielzahl der Publikationen wiederholt jedoch nur stoisch die allseits bekannten Meinungen. Vor allem wird der Leser nur selten in die Lage versetzt, das Geschriebene anhand der eigenen Logik und der eigenen Nachprüfbarkeit kontrollieren zu können. Man glaubt dem Geschriebenen, oder man glaubt ihm nicht. Es fehlt die allgemein zugängliche Kontrollinstanz für jedermann, auf die in der besagten Literatur kaum eingegangen wird. Durch die Einbeziehung der Natur, ihrer einfachen Gesetze und Gegebenheiten, welche jeder Mensch – mit etwas Beobachtungsgabe – selbst erforschen kann, wäre eine solche Kontrollierbarkeit aber vorhanden. Sie wird jedoch nicht genutzt. Man beschäftigt sich stattdessen mit der Analyse von (sowieso zweifelhaften) Steinplatten, Papyrusrollen u. a., die zwar chemische und physikalische Schlüsse zuläßt, aber nichts und auch gar nichts über die Motivation und Geisteshaltung des Herstellers (Schreibers) aussagt.

Das hier vorliegende Werk versetzt den Leser deshalb in eine Position, in der er das Geschriebene mit der eigenen Auffassungsgabe nachvollziehen kann. Hierzu ist ein einfacher Geist und ein simples Gemüt völlig genügend, denn die Natur ist ebenso einfach gestrickt. Nur die verbildete menschliche Logik verkompliziert die Dinge unnötig, weil sie teilweise Dinge hineindenkt, die gar nicht vorhanden oder gar nicht notwendig sind. Und so verhält es sich auch bei der Zeichenkunde. Denn die Zeichenkunde ist als solche ein einfaches und primitives Sachgebiet. So einfach und primitiv wie die Natur selbst und doch so vielseitig und wahrhaftig.

Die einfachen Sinnzeichen, wie der ordinäre Punkt, der simple Strich oder der allseits bekannte Kreis sind Ursymbole, die in ihrer Einfachheit bestechen und in ihrer Vielfältigkeit entzücken. Und genau darum geht es in diesem Buch.

Die Ur- und Grundsymbole sind weltweit in der Natur zu finden, eindeutig interpretierbar und können deshalb von jedem Leser in ihrer sinninhaltlichen und tatsächlichen Bedeutung nachvollzogen werden.

Das hier vorliegende Buch geht dabei von der Tatsache aus, daß die weltweite Symbol- und Zeichensprache aus nur insgesamt acht Grundzeichen besteht, welche wiederum alle jeweiligen Symbole bilden. Es wechseln lediglich die Art der Kombination, die Zusammensetzung oder die Anordnung. Wenn man diese Grundzeichen nun korrekt lesen und interpretieren kann, versteht man die „Vorschule der Sinnzeichenkunde" – die grundlegendsten Muster und Archetypen der weltweiten Symbolsprache. Man ist nun und bei weiterem Studium in der Lage, die Geheimnisse aller einfachen Zeichen, Runen, Hieroglyphen, Zahlensymbole und Ornamentik zu entschlüsseln.

Diese Lexikon-Reihe versetzt den Leser also in die Lage, zukünftig Sinnzeichen und Symbolismen korrekt deuten zu können; und dabei selbst zu wissen, weshalb diese und jene Rune eine bestimmte Bedeutung besitzt und keine andere Sinnunterlegung zuläßt. Der Interessierte ist hierbei keinen überlieferten Teilwahrheiten oder verfälschten schriftlichen und mündlichen Informationen oder dem Glauben an einen Buchautor (einschließlich dem Schreiber dieser Publikation) ausgesetzt. Einzig die Natur wird als „Meister aller Dinge" akzeptiert, als universelle Wahrheitsquelle. Der Autor hat einen diesbezüglichen Anfang gewagt, der Anregung sein möchte: Der natürlich begründeten Zeichenerforschung Priorität vor sämtlicher menschlicher Überlieferung zu gewähren.